Tauchen

Philosophie - nicht einfach nur Sport! 

 

 

 

"Tauchen in dunklen, kalten Gewässern, farblos und ohne Leben?"

Immer wieder trifft man auf Tauchplätzen, speziell an unseren Binnengewässern auf Passanten, die es sich nicht vorstellen können, dass man es schön finden kann, in diese „dunklen, unfreundlichen und kalten Gewässer“ abzutauchen. Einige, mit Zivilcourage und dem nötigen Wissensdurst beseelte, begeben sich zu den komischen, mit Neopren, Trilaminat oder ähnlichem Material bekleideten Gestalten männlicher oder weiblicher "Bauart" und erkundigen sich darüber, was es denn in unseren Seen unter Wasser so zu sehen gebe, wie kalt es sei und ob Mann/Frau denn "da unten" nicht kalt habe. Die Fragestellung zeigt bereits, dass der Tauchsport heute zwar weltumfassend bekannt ist, er aber mehr oder weniger immer mit dem Tauchen in tropischen Gewässern, mit grosser Farben- und Artenvielfalt assoziiert wird.

„Tauchsport = Big Busines  oder  Easy dive – just fun?“

Getaucht wird heute überall auf der Welt. Dank sehr moderner und immer bedienerfreundlicher werdenden Ausrüstungen, ist praktisch auch jeder in der Lage den Sport ausüben zu können, sofern nicht gesundheitliche Aspekte dagegen sprechen. Entsprechend wird der Sport an den bekanntesten, aber auch an den weniger bekannten Tauchdestinationen zum „Big Business“. Die Werbung vieler Tauchsportveranstalter und verschiedener Ausbildungsorganisationen zeigt immer wieder dasselbe Bild: „Easy dive – just fun“ oder zu Deutsch: „absoluter Spass – kinderleichte Handhabung“. Man sieht junge, dynamische Menschen, die einer der wohl schönsten Freizeitvergnügungen nachgehen – dem Tauchen.

„Wo bleibt die Frage nach der taucherischen Zukunft - nach der Gesundheit der Kunden?“

Wo viel Geld zu holen ist, gibt es leider auch immer Kreise, die auf möglichst einfache Weise versuchen, ein beträchtliches Stück vom Kuchen abschneiden zu können. Sie gehen dabei leider oft sogar soweit, dass sie die Gesundheit ihrer Kunden gefährden, resp. diese Gefährdung bewusst in Kauf nehmen. So ist es leider durchaus möglich, innert einer knappen Woche, manchmal sogar lediglich in ein bis zwei Tagen ein Tauchbrevet zu bekommen, welches bescheinigt, dass der/die Inhaberin befähigt sei, selbständig (jedoch nie alleine!) tauchen zu können.

Im Klartext: Häufig wird den Tauchsportinteressierten, gegen Bezahlung der Kurskosten von doch immerhin mehreren hundert Franken, Euro, Dollar, etc. weisgemacht, dass sie nach einer solchen Tauchausbildung, als Vergleich, ohne Fallschirm aus einem Flugzeug springen und nach ein paar Sekunden des freien Falls damit rechnen können, wieder heil auf dem Boden aufzusetzen! Da der Andrang von Tauchtouristen (oder solche die das werden wollen) auf vielen Auslandbasen mit unter recht gross ist, scheint es einige der Basenleiter nicht wirklich zu interessieren, ob sie diese Kunden im nächsten Jahr wieder sehen oder nicht.

Auch unsere Tauchschule bekennt sich zu marktwirtschaftlichem und gewinnorientiertem Denken. Die Sicherheit unserer Kunden ist uns jedoch oberstes Gebot und so ist es für uns kein Thema, wenn ein Kunde den einen oder anderen Tauchgang mehr benötigt, bis er/sie sich die nach den CMAS-Standards geforderten Fähigkeiten erarbeitet hat.

„Tauchen – ein Extremsport?“

Tauchen gehört, wie Bergsteigen, Gleitschirmfliegen u.ä. zu den Extremsportarten. Nicht bei allen Extremsportarten aber ist die Wahrscheinlichkeit eines ernsthafteren Zwischenfalls so gering, wie beim Tauchen, vorausgesetzt man hat eine seriöse Ausbildung genossen.

„Darf ich mich danach erkundigen, in wessen Hände ich meine Sicherheit lege?“

Das Ausbilden von TaucherInnen will gelernt sein und gehört in entsprechend ausgebildete Hände. Überwiegt beim Anbieter von Tauchschulung der Gedanke an Profit, leidet in erster Linie die Qualität der Schulung darunter und in zweiter, aber viel fatalerer Hinsicht, möglicherweise die Gesundheit der angehenden Taucher. Ebenso fatal kann es sein, wenn man sich die Ausbildung zum Sporttauchen in einem Club/Verein holen will, in denen zu wenige oder nicht entsprechend ausgebildete TauchlehrerInnen in der Schulung tätig sind. Informieren Sie sich in jedem Fall bei den Verantwortlichen, wer Sie in Ihrer Ausbildung sowohl im theoretischen, wie auch praktischen Teil begleiten, bzw. instruieren wird. Bei Ausbildungen nach den Standards der CMAS.CH haben Sie die Möglichkeit, sich unter  www.cmas.ch danach zu erkundigen, ob diese Personen auch bei der CMAS.CH als aktive Tauchlehrer gemeldet und von der Ausbildungsorganisation als solche anerkannt sind. Sollte dies nicht der Fall sein, würden wir zur Vorsicht mahnen!

„CMAS?“

Das Erlernen des Tauchens im Binnengewässer, z.B. nach den Richtlinien der CMAS (Confédération mondiale des activités subaquatique), nach denen auch wir ausbilden, fördert in erster Linie das technische Verständnis und die praktischen Fertigkeiten in der Ausübung dieses Sports. Es werden eher die mentalen Eindrücke gefördert, was nicht heissen will, dass unsere Seen in visueller Hinsicht und bezüglich des Spassfaktors nichts zu bieten hätten. Ganz im Gegenteil! Wie so oft aber im Leben kommt es auch hierbei immer auf das Auge des Betrachters an!

Wir vertreten ganz klar die Meinung: 

„Lerne hier – purer Genuss in den Ferien!“

 

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